24. Methfesselfest - 16. - 18. August 2019
Wir freuen uns auf euch!

Wir treffen uns
 

Aufruf zum Methfesselfest 2015


Die letzten 20 Jahre brachten für immer mehr Menschen Zerstörung oder Bedrohung ihrer Existenz. Fast die Hälfte aller Länder sind an Kriegen beteiligt, darunter Deutschland. Aus den Kriegsgebieten fliehen Millionen – zumeist in angrenzende Staaten. Wenige schaffen es bis zu uns, wo ihr Aufenthalt umstritten ist. Parallel dazu werden Wirtschaftsabkommen geheim ausgehandelt, die sich auf unser gesamtes Leben auswirken werden. Es soll verborgen bleiben, dass sie auf eine schrankenlose Diktatur der Konzerne hinauslaufen, auf eine neue Dimension von Diebstahl, Umverteilung und Entdemokratisierung.

Aber noch sind wir nicht in Schockstarre gefallen, zu Kaninchen mutiert, die der Giftschlange hilflos in die Pupille blicken – überall regt sich Widerstand, wird gegen Kriegsgefahr demonstriert und Flüchtlingen geholfen. Über 1,5 Millionen Menschen haben in kurzer Zeit gegen die Geheimverhandlungen über TTIP, CETA und TISA mit ihrer Unterschrift protestiert.

Das Beispiel Griechenlands zeigt, wie ein schwaches Land, unter Komplizenschaft seiner eigenen wirtschaftlichen und politischen Machthaber, durch die monströse und unkontrollierbare Brüsseler Bürokratie erst in eine hoffnungslose Verschuldung gezogen und dann erpresst wird, seine Ländereien und Strände unter Wert zu verramschen und die soziale Absicherung der kleinen Leute zu beseitigen. Diese zahlen die Zeche. Die Bezeichnung „Gemeinschaft“ für den europäischen Staatenbund wird zu einem Hohn: Die Großen fressen die Kleinen. Doch die Griechen haben eine neue Regierung gewählt, die Klartext redet und den EU-Bonzen und der internationalen Finanz-Mafia widerspricht. Natürlich versuchen uns die Herrschenden und ihre Helfershelfer in Medien und Politik einzureden, dass alles um uns herum seine Berechtigung hat und langweilen uns tagtäglich mit ihren Begründungen und Erklärungen: Kriege dienen den Menschenrechten und nicht der Plünderung und Vereinnahmung anderer Länder oder gar den Waffenherstellern - und die Geheimabkommen sorgen doch für die berühmten Arbeitsplätze. 

Doch glauben wir ihre Lügen noch? Das tun nur noch wenige von uns. Aber unser Abwarten ihnen gegenüber macht sie jeden Tag dreister und größenwahnsinniger. Wir werden gegeneinander ausgespielt, um uns zu vereinzeln und besser beherrschen zu können, getrennt durch Herkunft, Religion, Geschlecht, Hautfarbe, Alter, Besitz oder Nichtbesitz von Statussymbolen, Haben oder Nichthaben eines Arbeitsplatzes, einer Wohnung oder einer menschenwürdigen Lebensgrundlage. Politiker versuchen uns weiszumachen, dass wir uns durch das Kreuz an der richtigen Stelle erlösen können, doch haben selbst die einst Gutwilligen unter ihnen schon fast alle kapituliert und den Glauben an die eigene Handlungsfähigkeit verloren. Vielleicht schielen sie auf ihre „Diäten“, ihren Sold, ihren Judaslohn – und beten insgeheim darum, dass sich zu ihrer Zeit schon nicht alles ganz so schlimm entwickeln möge! 

Darauf können und dürfen wir uns nicht verlassen. Packen wir die Schlange im Genick und machen wir uns endlich die Notwendigkeit einer humanen und solidarischen Gesellschaft bewusst! Das 20. Fest findet dieses Jahr vom 3. bis 5. Juli statt. 

Eure Methfesselfest-Vorbereitungsgruppe 

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