24. Methfesselfest - 16. - 18. August 2019
Wir freuen uns auf euch!

Wir treffen uns
 

Aufruf zum Methfesselfest 2014


Frieden und soziales Miteinander:

regional – international – überall !

Bei Umfragen sprachen sich ca. zwei Drittel der bundesrepublikanischen Bevölkerung gegen Militäreinsätze Deutschlands aus – trotzdem stimmte die Mehrheit der Politiker im Bundestag dafür. Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem Angriff auf Jugoslawien wurden sowohl die Militarisierung unseres Landes als auch deutsche Waffenexporte vorangetrieben. Der Hamburger Hafen spielt dabei eine wichtige Rolle. Diese Politik erreicht mit den Absichtserklärungen der großen Koalition eine weitere Verschärfung. Dabei streut man den Menschen, die sich nachweislich nichts mehr als Frieden auf der Welt wünschen, Sand in die Augen und verkauft die Ankurbelung der Kriegsmaschinerie als humanitäre Aufgabe. Auch wenn sie uns das weismachen wollen: der Grund für dieses Vorgehen ist nicht das Böse im Rest der Welt, welches im Dienste vorgeblicher „Verantwortung“ gestoppt werden muss – strategisch geht es dabei um den Raub von Rohstoffen, die Ausweitung der eigenen Macht und um die Unterwerfung ganzer Gesellschaften unter das Diktat der kapitalistischen Verwertung. Die Expansionspolitik im Interesse deutscher Konzerne geht einher mit Krieg, Umweltzerstörung, Existenzvernichtung und Hunger und löst gewaltige Flüchtlingsströme aus. Diese Politik muss im eigenen Land bekämpft werden.

Schon vor 100 Jahren wurde der Eintritt in den 1. Weltkrieg von den Parlamentariern der Sozialdemokratie abgesegnet. Sie haben damit den Internationalismus und die Ablehnung imperialistischer Kriegspolitik ihrer eigenen Bewegung verraten und wurden so mitschuldig am Tod von siebzehn Millionen Menschen. Ja, wer im parlamentarischen Rummel, angeblich das Herzstück der Demokratie, mitspielt, der läuft Gefahr, im Sinne des Systems eingenordet zu werden! Die nach der Erfahrung des 2. Weltkriegs verbreitete Scham über das Angerichtete, die in der Parole „Nie wieder Krieg!“ ihren Ausdruck fand, verflüchtigt sich. Abgeordnete aller Parteien liefern dem Expansionsdrang des deutschen Kapitals die politische Rechtfertigung. Bei den Grünen dauerte der Verfallsprozess vom Pazifismus bis zur Kriegspartei weniger als zwei Jahrzehnte. Die noch junge Partei DIE LINKE stimmte als einzige im Bundestag gegen Kriegseinsätze. Jedoch sind auch in ihr Kräfte aktiv, die in denselben Sumpf abdriften und die friedenspolitischen Grundsätze der Mehrheit infrage stellen. Sie werden dabei von einem medialen Trommelfeuer aus großen Teilen der Presse unterstützt, die sich die Freiheit nehmen, uns beständig mit ihren Lügen einzudecken. Damit wollen sie unsere natürliche Abscheu vor dem Völkermord schwächen, die Menschen zu Kriegsbefürwortern umerziehen. Ohne uns – erteilen wir diesen Brandstiftern eine eindeutige Abfuhr!

Mit gezielten Lügen wird auch die Kriegsführung nach innen intensiviert. Das Märchen von einem gewaltsamen Überfall auf eine Polizeiwache diente dazu, Teile der Hamburger Innenstadt ohne juristische oder parlamentarische Kontrolle in Bürgerkriegszonen umzufunktionieren und die dort lebenden Menschen polizeilich zu drangsalieren – eine neue Stufe der Agression gegen die eigene Bevölkerung. Mit Hartz IV, der Verweigerung von Arbeit und bezahlbarem Wohnraum, der Kostenumlage des industriellen Stromverbrauchs auf die Kleinverbraucher und anderen Anschlägen gegen die soziale Gerechtigkeit wurde der Klassenkampf von oben bereits deutlich. Mit den Schikanen gegen Flüchtlinge, die durch wirtschaftliche Ausbeutung und westliche Kriegspolitik aus ihrer Heimat vertrieben wurden, schließt sich der Kreis.

 Rütteln wir uns gegenseitig wach und machen wir das Methfesselfest, zu dem wir euch in diesem Jahr vom 22. bis 24. August einladen, zu einer kollektiven und kompromisslosen Ansage für Friedenswillen und selbstbestimmtes Leben!

Eure Methfesselfest-Vorbereitungsgruppe

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